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RÖHM Blog

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit…"

Juni 2021
23
Autor: Claus Faber
Firma: RÖHM GmbH
„Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Beim Arbeiten mit Stirnseitenmitnehmern ist das Einstellen der richtigen Axialkraft eine der wichtigsten Voraussetzungen für die schnelle und präzise Bearbeitung. Darüber hinaus werden Stirnseitenmitnehmer häufig auf unterschiedlichen Maschinen eingesetzt. Das bringt meist die Notwendigkeit verschiedener Aufnahmemöglichkeiten mit sich. Beide Anforderungen haben sich die Produktmanager bei Röhm zu Herzen genommen und ihre bekannten Sortimentskästen um zwei Produkte erweitert. Neben den in Sortimentskästen schon immer vorhandenen Mitnehmerscheiben und Wechselspitzen liegt dem neuen Sortiment auch eine Spitze vom Typ Control für die Reitstockseite bei. Die Control-Spitzen von Röhm verfügen über eine integrierte Druckanzeige, dadurch kann die anliegende Axialkraft direkt beim Rüsten abgelesen und mit dem Reitstock eingestellt werden. Für Maschinen, die bereits mit einer Axialkraftanzeige ausgestattet sind, gibt es das Koffersortiment in einer Variante auch mit einer normaler Pro-Spitze von Röhm.

Das gesamte Sortiment ist in einem Koffer aus robusten Kunststoffschalen untergebracht. Innen hat jedes Teil seine feste Aussparung in einem Schaumformteil. Das bietet ausreichend Platz für weitere Mitnehmerscheiben und Zentrierspitzen.

Wie kommt der Stirnseitenmitnehmer auf die Maschine?

Der Grundkörper des CoAE hat einen Morsekegel, Größe 3, und passt damit auf entsprechende Werkzeugmaschinenspindeln. Für Spindeln mit Morsekegel Größe 4, liegt dem Koffersortiment eine Reduzierhülse von MK4 auf MK3 bei.

Ein gängiger Einsatz ist das Spannen des Stirnseitenmitnehmers in einem – manuellen oder automatischen – Drehfutter. Dazu liegt dem Koffersortiment eine Hülse mit zylindrischer Aufnahme bei (außen ZA, innen MK3).

Umfang und Preise

Der Stirnseitenmitnehmer CoAE von Röhm bringt eine hydraulische Lagerung der Mitnehmerscheiben mit. Für das präzise Fräsen ist die Lagerung spielfrei ausgeführt.

Mit dem neuen CoAE, Größe MK3, lassen sich Werkstücke bis 100 kg bearbeiten, dazu lässt er sich mit bis zu 8 kN axial belasten. Die Rundlaufgenauigkeit liegt bei sehr präzisen 0,015 mm.

Die Mitnehmerscheiben sind auswechselbar und decken einen Durchmesserbereich von 12 mm bis 32 mm ab. Für besonders harte Werkstücke gibt es eine Mitnehmerscheibe mit wechselbaren Hartmetalleinsätzen mit 50 mm Durchmesser.

Die beiden Koffersortimente gibt es nur beim gut sortierten Fachhändler zum UVP von 1.795 EUR (Sortiment mit Control-Spitze), bzw. 1.295 EUR (Sortiment mit normaler Pro-Spitze). Sie sind ab sofort verfügbar.

Technik: Das Drehen und Fräsen mit dem Stirnseitenmitnehmer CoAE

Sollen Drehteile bis zum Ende spanend bearbeitet werden, so empfiehlt sich das Spannen zwischen Spitzen. Sind darüber hinaus hohe Schnittkräfte für die zügige Bearbeitung gefragt oder liegt das Werkstückgewicht bis im Hundertkilogrammbereich, so kommen spindelseitig Stirnseitenmitnehmer zum Einsatz. Sie haben ergänzend zur Spitze eine Mitnehmerscheibe, die sich stirnseitig in das Material eindrückt und damit hohe Drehmomente übertragen kann. Wellen werden immer dann bis zum Ende bearbeitet, wenn ein Umspannen – meist aus Genauigkeitsgründen – nicht möglich ist oder das Spannmittel keine Abdrücke auf der Oberfläche hinterlassen darf. Typische Anwendungen für den Einsatz von Stirnseitenmitnehmern sind die Herstellung von Antriebs-, Getriebe-, Nocken-, Rotor- oder Kurbelwellen.