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IWP Chemnitz News

Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse

Gläserne Werkzeugmaschine macht Forschungsergebnisse transparent

Auf der Intec in Leipzig präsentiert die Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der Technischen Universität Chemnitz vom 5. bis 8. Februar 2019 auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ (Halle 3, Stand B58) eine miniaturisierte Werkzeugmaschine, die die Wissenschaftler selbst entwickelt und gebaut haben. Eine Besonderheit ist die gläserne Umhausung, durch die die Besucher direkt in die Maschine hineinschauen können. „Wir können die Funktionsweise der Maschine und unsere aktuellen Forschungsthemen dadurch transparent und dennoch gefahrlos präsentieren“, sagt Dr. Philipp Klimant, geschäftsführender Oberingenieur der Professur. „Das reicht von neuen Steuerungsalgorithmen bis hin zum Maschinenständer aus Metallschaum und neuen Konzepten für Führungen der beweglichen NC-Achsen.“

Auch zusätzliche Sensorik und sogenannte Industrie4.0-Komponenten, mit denen Bearbeitungsprozesse überwacht, optimiert und effizienter gestaltet werden können, werden an diesem Exponat gezeigt. Die im Rahmen des Innoteams „Smart Data Services für Produktionssysteme“ entwickelten IT-Lösungen reichen von einer durchgängigen Informationskette vom Vorschubantrieb über die Maschinensteuerung bis hin zur cloud-basierten Lösung. Potenzielle Anwender sind sowohl Maschinenhersteller, als auch Maschinenbetreiber und Serviceunternehmen. Das Innoteam wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) gefördert.

Messebegleitend wird Innoteam-Mitarbeiter Chris Schöberlein auf dem 2. Fachforum Automation des Innovationsverbundes VEMASinnovativ am 7. Februar 2019 in Halle 2 einen Vortrag zum Thema „Maschinennahe Integration antriebsbasierter Methoden zur Zustandsüberwachung“ halten. Sein Vortrag widmet sich neuartigen regelkreisbasierten Überwachungsmethoden sowie deren maschinennaher Anwendung mit der dafür erforderlichen Daten-Infrastruktur. „Moderne Steuerungssysteme verfügen bereits über viele integrierte Informationsquellen, sind aber zumeist unzureichend mit den restlichen Teilsystemen vernetzt“, erklärt Schöberlein. „Wir integrieren hierfür ein am Markt verfügbares, industrietaugliches Embedded System und programmieren dieses mit einer eigens entwickelten Softwareapplikation, die neben dem Zugriff auf steuerungsinterne Maschinendaten auch die Aufzeichnung hochfrequenter Antriebssignale gestattet.“ Geeignete Auswertealgorithmen ermöglichen eine nachgelagerte antriebsbasierte Zustandsüberwachung, bei der prozessrelevante Parameter – wie beispielsweise Reib- und Massenträgheitsmomente der Vorschubachsen – bestimmt und damit Schäden im Antriebsstrang detektiert werden können. Die Visualisierung der komprimierten Daten erfolgt auf einer webbasierten Oberfläche und kann live am gläsernen Maschinendemonstrator gezeigt werden.

Die Messebesucher können sich außerdem über 3D-gedruckte, metallische Werkzeuge und deren Endbearbeitung durch Fräsen und Glattwalzen informieren und höchst filigrane Bauteile, die mit Hilfe der Wasserabrasiv-Suspensionsstrahltechnologie geschnitten wurden, betrachten.

„Weiterhin möchten wir auf der Intec zeigen, dass wir sehr aktiv im Verbund mit anderen sächsischen Universitäten sind, deshalb machen wir in Halle 5 bei der Sonderschau ‚Additiv + Hybrid‘ auf unsere AMARETO-Allianz aufmerksam“, sagt Klimant, der als Chemnitzer Koordinator die Allianz für material- und ressourceneffiziente Technologien zwischen Chemnitz, Freiberg und Dresden vertritt.

Weitere Informationen zur Allianz AMARETO: www.amareto.info

Informationen zum Innoteam „Smart Data Services für Produktionssysteme“: https://www.iwu.fraunhofer.de/de/forschung/leistungsangebot/kompetenzen-von-a-bis-z/Industrie40/smart-data-services-fuer-produktionssysteme.html

(Autorin: Katja Klöden)

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP, Technische Universität Chemnitz

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