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Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie weiter auf Wachstumskurs

Hohe Kapazitätsauslastung spiegelt positive Geschäfte wider

Frankfurt am Main, 02. November 2016. – Im dritten Quartal 2016 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent. Die Inlandsbestellungen sanken um 14 Prozent, während die Auslandsnachfrage um 22 Prozent stieg. In den ersten neun Monaten 2016 zog der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mit 11 Prozent an. Die Inlandsbestellungen stiegen leicht um 2 Prozent. Unterdessen verzeichnet die Auslandsnachfrage ein Plus von 16 Prozent.

„Im dritten Quartal kann unsere Branche an die positive Geschäftsentwicklungen des ersten Halbjahres 2016 anknüpfen. Die gute Auftragslage bekommt dabei maßgeblich Rückenwind aus dem Ausland. Das gilt für den Euroraum und in noch stärkeren Maße für den Nicht-Euroraum“, erläutert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Im Euroraum stützen weiterhin die südeuropäischen Märkte Italien, Spanien und Frankreich die positive Auftragsentwicklung. Außerhalb Europas entwickeln sich die Bestellungen aus den USA besonders stark. Grund hierfür ist insbesondere die gestiegene Auftragslage aus der US-amerikanischen Automobilindustrie.

Bei genauerer Betrachtung verzeichnet das dritte Quartal bei der Zerspanung ein Plus von 7 Prozent und bei der Umformtechnik einen Anstieg von 10 Prozent. Während sich in beiden Technologien die Bestellungen aus dem Ausland recht gleichmäßig zweistellig nach oben entwickeln, muss die Zerspanung in den Monaten Juli bis September bei den Inlandsorders ein Minus von 23 Prozent verkraften. Für die ersten neun Monate zeigt sich bei den Bestellungen ein ähnliches Bild: Insgesamt plus 12 Prozent, während das Inlandsgeschäft mit 7 Prozent rückläufig ist. Das Ausland kann unterdessen mit einem Plus von 22 Prozent aufwarten.

In der Umformung zeigt sich bei den Bestellungen aus dem In- und Ausland ein ausgeglichenes Bild. Dabei entwickeln sich die Orders aus dem Ausland (plus 11 Prozent) fast im Gleichklang mit denen aus dem Inland (plus 10 Prozent). In den ersten neun Monaten 2016 stützt sich der Gesamtzuwachs von 9 Prozent in der Umformtechnik stark auf die inländischen Bestellungen mit einem Plus von 24 Prozent. Maßgeblich verantwortlich für diesen massiven Anstieg ist das großangelegte Projektgeschäft im Bereich der Pressen für die deutsche Automobilindustrie. Im gleichen Zeitraum konnte das Ausland nur ein leichtes Auftragsplus von 1 Prozent verbuchen.

Schäfer: „Anders als in den Vormonaten wird die Entwicklung im dritten Quartal 2016 nicht durch Großaufträge bestimmt. Vielmehr ergibt sich ein ausgeglichenes Bild über die verschiedenen Produktbereiche hinweg, die sich am Weltmarkt erfolgreich behaupten.“

Die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist zu Jahresmitte von 86,6 auf 90,2 Prozent im Oktober 2016 gestiegen. „Das ist ein Indiz dafür, dass sich die Branche trotz konjunktureller Schwankungen auf solidem Wachstumskurs befindet“, so das abschließende Fazit des VDW-Geschäftsführers.

 

Hintergrund

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Sie liefert Produktionstechnologie für die Metallbearbeitung in alle Industriezweige und trägt maßgeblich zu Innovation und Produktivitätsfortschritt in der Industrie bei. Durch ihre absolute Schlüsselstellung für die industrielle Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. 2015 produzierte die Branche mit rd. 68 500 Beschäftigten (Jahresdurchschnitt 2015, Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern) Maschinen und Dienstleistungen im Wert von rd. 15,1 Mrd. Euro.

Bild: Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main

Grafik: Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

Autor: Manuel Löhmann, VDW-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. +49 69 756081-83, [email protected]

Weitere Informationen: Gerhard Hein, VDW,
Tel. +49 69 756081-43, [email protected]

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

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