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DVS TECHNOLOGY GROUP Blog

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DVSocial Responsibility: Selbstbestimmte Armutsbekämpfung in Sierra Leone

August 2016
16
Autor: Marc Hain
Firma: DVS TECHNOLOGY GROUP
DVSocial Responsibility: Selbstbestimmte Armutsbekämpfung in Sierra Leone

Erst zwei Jahre nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie erklärte die WHO Sierra Leone im März 2016 wieder als ebolafrei. Noch heute sind die Spuren der Epidemie und des letzten Bürgerkriegs deutlich sichtbar: Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Erde. Um die Lebensumstände zu verbessern, möchten lokale Initiativen umfassende Bildungsmaßnahmen umsetzen und die Regionalwirtschaft stärken. Doch ist es bei einer derart schlechten Ausgangslage offenkundig, dass sie Unterstützung benötigen. Die DVS TECHNOLOGY GROUP engagiert sich gemeinsam mit dem Frankfurter Verein PfefferminzGreen für Bildungsprojekte in dem westafrikanischen Land.

Seit 2013 unterstützt PfefferminzGreen e.V. die Arbeit der Amazonian Initiative Movement (AIM) und den im Nordwesten Sierra Leones gelegenen Ort Rolal beim Projekt, einen Kindergarten sowie eine Grund- und Sekundarschule aufzubauen. Für die Ortsgemeinschaft bedeutete der Bau eine große Verbesserung der Lebensumstände: Er brachte Arbeit, ermöglichte gemeinsame sinnvolle Aktivitäten und erlaubte über 200 Schülern und Schülerinnen den Besuch der Amazonian Bi-Lingual School. Zusätzlich werden im benachbarten Kindergarten über 150 Kleinkinder auf den späteren Schulbesuch vorbereitet.

Rugiatu Neneh Turay, die Leiterin der AIM, sieht in der Bildungsarbeit und gerade im Aufbau schulischer Infrastrukturen die ersten Ansatzpunkte für die Thematisierung sozialer Probleme in Sierra Leone. Neben dem normalen Unterricht bietet die Schule Bildungsmaßnahmen unter anderem zu den Themen Menschenrechte, Geschlechterrollen, Familienplanung, Erziehung, Kunst, Teenagerschwangerschaft, Ebola und HIV/AIDS an – allesamt aktuelle Thematiken, für die ein Bewusstsein geweckt werden soll. Auch das Thema Beschneidung von Mädchen steht regelmäßig auf der Tagesordnung, um damit auf die Gefahr dieses Initiationsrituals aufmerksam zu machen. Mit der Einschulung der Kinder verpflichten sich die Eltern zudem dazu, an ihnen keine Beschneidung durchführen zu lassen. Die Schule wird damit einerseits ein unmittelbarer Ort der Intervention und andererseits Multiplikator für die Idee der Menschenrechte.

Da die meisten Eltern finanziell nicht in der Lage sind, die erhobenen Schulgebühren zu bezahlen, ist das Bildungsprojekt in Rolal weiterhin auf Spenden angewiesen. Die DVS TECHNOLOGY GROUP übernimmt deshalb seit Eröffnung der Schule im April 2015 die Gehälter der Lehrkräfte. Parallel dazu arbeitet PfefferminzGreen daran, die Einwohner von Rolal und Umgebung mit einkommensgenerierenden Maßnahmen, wie etwa Mikrokrediten und Bildungsmaßnahmen für eigene Geschäftsideen, dazu zu befähigen, selbstbestimmt die Armut zu bekämpfen. Die ersten 27 Familien haben bereits einen Mikrokredit erhalten, um damit ihr eigenes kleines Unternehmen gründen zu können. Sobald die Kredite zurückgezahlt wurden, stellt AIM diese wiederum anderen Familien zur Verfügung. Das alles mit dem Ziel, dass die Bewohner von Rolal schon bald mit Stolz von sich sagen können, dass sie die schulische Laufbahn ihrer Kinder eigenständig finanzieren.

PfefferminzGreen e.V. wurde 2006 als sich selbst tragende NGO von sieben ehrenamtlichen Förderern gegründet, die in Kultur- und Industriebranchen tätig sind. Projekte werden nur in enger Kooperation mit lokalen Initiativen umgesetzt und sind auf eine nachhaltige und langjährige Zusammenarbeit ausgelegt. Sollten Sie sich für weiterführende Informationen zu allen Projekten von PfefferminzGreen e.V. interessieren, können Sie sich auf der Website und Facebookseite von PfefferminzGreen mit ihnen vertraut machen.

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