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DVS TECHNOLOGY GROUP Blog

Shape. Change.

Hinter den Kulissen: Das Dietzenbacher Unternehmen DVS Technology AG entwickelt Präzisions-Maschinen

Oktober 2020
08
Autor: J Bär
Firma: DVS TECHNOLOGY GROUP

Dietzenbach – Ob hinter kleinen Ladentheken in der Altstadt oder in großen Hallen im Gewerbegebiet: Die Dietzenbacher Unternehmenswelt hat einiges zu bieten. In loser Reihenfolge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Diesmal haben wir den Maschinenzulieferer DVS Technology AG besucht.

 

In den Werkshallen des Familienunternehmens DVS Technology AG, 1999 als DVS- Gruppe gegründet und seit 2016 in der Johannes-Guttenberg-Straße 1 ansässig, schleifen, fräsen oder verzahnen Maschinen die unterschiedlichsten Bauteile. „Bei uns wird alles bearbeitet, was mit Antriebssträngen zu tun hat“, erläutert Marketingleiterin Sabine Matter. Von kleinen Pleuel für Kettensägen bis zu Kugellagern für Windkrafträder, alle Bauteile werden mit höchster Genauigkeit in die richtige Form gebracht.

Die Produkte des Zulieferers sind dabei weit über die Stadtgrenze hinaus gefragt. „Wir verkaufen unsere Maschinen in die ganze Welt“, sagt Stephanie Birkle, zuständig für die digitale Kommunikation. So bekomme das Unternehmen nicht nur Aufträge aus Europa, auch Firmen in Asien oder den USA gehören zu den Kunden. Und die wollen vor allem eins: Präzision. „Wir können die gewünschte Form des Produkts auf ein halbes My genau herstellen, besser geht es nicht“, versichert Birkle. Mit ihrer firmeneigenen Messstation könne jede Art von Rohlingen exakt bearbeitet werden, unabhängig davon, ob diese nur ein paar Zentimeter groß sind, oder einen Durchmesser von sechs Meter haben.

 

Kunden, die sich von der Qualität der Arbeit überzeugen möchten, schicken ihre Rohlinge an das Unternehmen. Ist das Metall in die gewünschte Form gebracht, werden die Bauteile zurück an den Absender gesendet. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, wird die entsprechende Maschine bestellt. Manche Auftraggeber wollen aber auch vor Ort erfahren, wie aus ihren Rohlingen fertige Stücke werden, selbst wenn dazu eine Reise um die halbe Welt nötig ist. „Wir hatten schon Firmenvertreter aus Brasilien zur Besichtigung in unserem Werk“, erzählt Matter. 

 

In der Kreisstadt produzieren zwei von insgesamt zwölf Tochterfirmen der DVS Technology AG eigene Maschinen. Die 1889 vom Leipziger Wilhelm von Pittler gegründete Pittler T&S GmbH, seit 2002 unter dem Dach der DVS, hat sich auf hochpräzise Dreh- und Verzahnungstechniken spezialisiert. Auch die Wälzschältechnologie, bei der die Zahnlücke entlang der Hauptschnittrichtung aus dem Werkstück „geschält“ wird, stammt aus diesem Haus. Die Diskus-Werke, 1911 in Frankfurt gegründet, gehören seit 1999 zur DVS Technology AG. Nach ihnen ist nicht nur eine eigene Schleiftechnik benannt, sie brachten 1984 auch die erste computergesteuerte Schleifmaschine auf den Markt. Vor drei Jahren führte die Firma ihr neuestes Produkt ein: Die DFine-Serie. Mit dieser ist es möglich, acht Bauteile gleichzeitig mit höchster Genauigkeit zu schleifen. „Sie ist unser Verkaufsschlager“, sagt Sabine Matter. Bereits 13 Stück der Serie seien in alle Welt verkauft worden. 

Neben ihrer Präzision sei vor allem das Zusammenspiel der Tochterfirmen ein Grund für den Erfolg der Aktiengesellschaft. Matter erläutert: „Unsere Kunden können mit unseren Maschinen alle nötigen Komponenten bearbeiten.“ Heißt: Es ist kein weiterer Zulieferer nötig, denn neben Schleifen, Fräsen oder Verzahnen, stellt das Unternehmen auch Maschinen zum Bohren oder Honen her, allerdings nur für metallische Stoffe. Das soll sich jedoch bald ändern. „Wir arbeiten an Maschinen, die beispielsweise auch Keramik schleifen können“, sagt Matter. Die fertigen Teile könnten dann in Smartphones oder Tablets eingesetzt werden. Damit wollen die Dietzenbacher der sich fortschreitenden Digitalisierung Rechnung tragen, betont die Marketing-Chefin. Intern sei man bereits neue Wege gegangen. Erhielt ein Kunde früher bis zu 60 Ordner mit Dokumenten über die jeweilige Maschine, genüge dafür heute ein Tablet. Und auch die Überwachung der Maschinen laufe inzwischen digital. „Wir haben Sensoren eingebaut, die Messen, wie lange zum Beispiel eine Spindel noch läuft.“

Neben der Digitalisierung steht zudem die Elektromobilität ganz oben auf der Agenda. Die Entwicklung hin zu leiseren Autos habe einen großen Einfluss auf die Bearbeitung der Bauteile, erklärt Matter: „Ein Elektrogetriebe muss leise sein. Da müssen alle Bauteile ganz genau passen.“ Auch dabei ist höchste Präzision gefordert.  (Joshua Bär)

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