Mit dem Projekt CAx-ReMold verfolgt das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen einen neuen Ansatz zur nachhaltigen Nutzung bestehender Ressourcen im Werkzeug- und Formenbau. Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gefördert und adressiert insbesondere die Bedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).
Ziel des Projekts ist die Wiederverwendung ausrangierter oder nicht mehr genutzter Werkzeugformen als endkonturnahe Werkstückrohlinge für die Herstellung neuer Formen. Anstelle einer energieintensiven Neufertigung oder eines energieaufwendigen Recyclings sollen vorhandene Werkzeugformen systematisch in neue Fertigungsprozesse integriert werden.
Kern des Vorhabens ist die Entwicklung einer ressourcenorientierten CAD/CAM-Prozesskette. Hierzu werden gebrauchte Werkzeugformen zunächst mittels optischer Messverfahren dreidimensional erfasst. Auf Basis der gewonnenen Scandaten werden Algorithmen zum automatisierten Abgleich von Ist- und Soll-Geometrien entwickelt, um die Eignung der vorhandenen Formen als Rohlinge objektiv zu bewerten. Ergänzend entstehen Methoden zur automatisierten Spann- und Prozessplanung sowie zur Bewertung des Energie- und Ressourceneinsparpotenzials gegenüber der konventionellen Neuteilfertigung.
Die praxisnahe Ausrichtung des Projekts wird durch einen projektbegleitenden Ausschuss sichergestellt, der sich aus KMU des Werkzeug- und Formenbaus sowie angrenzender Fertigungsbereiche zusammensetzt. Die beteiligten Unternehmen bringen reale Anwendungsfälle, ausrangierte Werkzeugformen und industrielle Anforderungen in das Projekt ein und begleiten die Entwicklung der Methoden kontinuierlich.
Mit CAx-ReMold leistet das IFW einen wichtigen Beitrag zur ressourceneffizienten und klimafreundlichen Produktion und unterstützt KMU dabei, nachhaltige und wirtschaftliche Fertigungsstrategien umzusetzen.

