Auf der Herbsttagung Ende Oktober hat die WGP Dr. Monika Kipp mit der Otto-Kienzle-Gedenkmünze ausgezeichnet. Gleich zu Beginn ihres Studiums entdeckte die diesjährige Preisträgerin in einem Praktikum ihre Leidenschaft für die Zerspanung und besonders für die Schleiftechnik. Im Laufe ihrer Tätigkeiten am Institut für Spanende Fertigung (ISF) der TU Dortmund entwickelten sich aus diesem Faible handfeste internationale Forschungsprojekte, die die Schleiftechnologie insbesondere im Werkzeugschleifen spürbar voranbrachten. So untersuchte sie die Feinstbearbeitung von Hartmetall mit elastisch gebundenen Diamantschleifwerkzeugen.
Zudem nennt Monika Kipp die Endbearbeitung von Oberflächen mit diamantbelegtem Schaumstoff als eines ihrer zentralen Forschungsthemen – eine Arbeit, die auch auf internationalen Kongressen auf großes Interesse stieß. „Mit diesem Material lassen sich komplexe Oberflächen effizient bearbeiten. Gleichzeitig verhält es sich so flexibel wie ein Küchenschwamm, so dass es sich Formen und Strukturen anpassen kann. Dadurch lassen sich selbst strukturierte Oberflächen sehr fein nachbearbeiten und Mikrodefekte entfernen, ohne das Profil zu beeinträchtigen. Damit hat das Verfahren großes Potenzial für viele Branchen, von der Hartmetallbearbeitung bis zur Medizintechnik“, erläutert die Nachwuchswissenschaftlerin.
„Mit Monika Kipp haben wir eine Nachwuchswissenschaftlerin auszeichnen können, die sich bereits sehr früh international einen Namen in ihrem Forschungsbereich gemacht hat“, freut sich Prof. Michael Zäh, Präsident der WGP. „Ihre Zielstrebigkeit und ihre Einsatzfreude sind beispielgebend.“
Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung „Ein Forscherleben fürs Schleifen“.
Bild: Übergabe der Otto-Kienzle-Gedenkmünze auf dem WGP-Jahreskongress in Hannover; Quelle: René Laeger

