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EMO Hannover Blog

EMO Hannover 2019: Drehmaschine VL 1 TWIN von EMAG für Getriebeteile

Juli 2019
31
Autor: vdw_schuetz
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
EMO Hannover 2019: Drehmaschine VL 1 TWIN von EMAG für Getriebeteile

Wie lassen sich typische Getriebe-Massenbauteile wie Planetenräder noch effizienter produzieren? Eine passgenaue Antwort auf diese Frage gibt die Emag Gruppe mit der Entwicklung der zweispindligen Pick-up-Drehmaschine VL 1 TWIN. Sie bearbeitet zwei gleiche Bauteile simultan in einem Arbeitsraum. Auf dieser technischen Basis eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten: Wenn zwei Maschinen zu einer Linie verbunden werden, kann eine Bearbeitung des Planetenrads von zwei Seiten erfolgen – und das mit niedrigen Taktzeiten. Wie genau sieht die Linienlösung für Planetenräder aus?

Planetenrad: Alle 20 Sekunden zwei Fertigteile

Wie genau sieht eine denkbare VL-1-TWIN-Linienlösung für die Weichbearbeitung von jenen Planetenrädern aus? Grundsätzlich vollzieht sich der Prozess in zwei Maschinen, die per TrackMotion-Automationssystem miteinander verbunden sind. Dabei greift der dazugehörige TransLift (ein Hub-Wendewagen mit Elektrogreifer) gleichzeitig zwei Rohteile vom Zuführband und transportiert sie zur ersten Maschine. Hier übernehmen die zwei Pick-up-Spindeln der VL 1 TWIN und führen die Bauteile dem Arbeitsraum zu. Es folgt die Drehbearbeitung der ersten Seite von Innen- und Außendurchmesser (OP 10 – OP 10). Durchmesser und Länge (X-/ Z-Richtung) der beiden Bauteile lassen sich dabei unabhängig voneinander korrigieren, weil die Spindelkästen autark verfahren können. Dies ist insbesondere nach einem Werkzeugwechsel wichtig, um Abweichungen (beispielsweise nach Wechsel der Wendeplatten) zu kompensieren. Nach dem Heraustransport aus dem Maschinenraum übernimmt wieder der TransLift, dreht die zwei halbfertigen Bauteile um 180 Grad und transportiert sie zur anderen VL 1 TWIN. Hier wird die zweite Seite des Außendurchmessers plangedreht (OP 20 – OP 20). Abschließend landet das fertige Bauteil per TrackMotion auf dem Speicherband, das bis zu 400 Fertigteile auf den integrierten Stacker-Einheiten aufnehmen kann. Der Gesamtprozess vollzieht sich mit einer Taktzeit von rund 20 Sekunden für zwei Bauteile. Dabei beträgt die durchschnittliche Span-zu-Span-Zeit nur knapp 5 Sekunden. Eine Reihe von technischen Ausstattungsdetails ermöglicht dieses enorme Tempo: So weisen die zwei Pick-up-Spindeln hohe Antriebswerte von 9,9 kW und 136 Nm bei 40% ED auf. Gleichzeitig verfügt der verschleißfreie Linearantrieb in der X-Achse (in Kombination mit direkten Wegmess-Systemen) über eine hohe Beschleunigung von 8 m/s2 – hohe Dauergenauigkeit inklusive. Dadurch können die häufig geforderten H6-Passungen der Hauptbohrung prozesssicher hergestellt werden.

Perfekte Lösung für den Getriebebau

Insgesamt ermöglicht der TWIN-Ansatz große Produktivitätssprünge bei einer ganzen Reihe von weiteren Bauteilen – von Nockenstücken über Lagerringe bis hin zu Flanschen. Je nach Anforderung entstehen Multi-Technologie-Fertigungslinien, zu denen beispielsweise auch Emag Wälzfräs- und Entgratmaschinen gehören.

Erfahren Sie mehr über die VL 1 Twin oder besuchen Sie Emag auf der EMO Hannover 2019 in Halle 17, Stand C29 und überzeugen Sie sich live von der Leistungsfähigkeit der VL 1 TWIN. 

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