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EMO Hannover Blog

EMO World Tour: Zwischenstopp Chicago

März 2017
09
Autor: Theodora Laser (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im VDW)
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
EMO World Tour: Zwischenstopp Chicago

Vertreter der Medien und Interessierte versammelten sich auf der Pressekonferenz der EMO World Tour in Chicago. Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und Larry Turner, Vertreter der Deutschen Messe AG USA, präsentierten die EMO Hannover und die Themen der Messe. Gastredner David J. Koepp. Präsident und CEO von AllWorld Machinery Supply war bereits Besucher auf der EMO Hannover. Er berichtete unter anderem von den positiven Erfahrungen der EMO Teilnahme und den Besuchen in der Vergangenheit. Zitat: "Von der EMO kommt man nicht wie bei anderen Messen mit einem Stapel Visitenkarten und Prospekten zurück, sondern hat neue Ideen und Lösungen für das eigene Business". Speziell für sein Produktspektrum sieht Koepp auf der EMO Hannover wichtige Impulse zum Internet der Dinge (IoT). "Mit intelligenter Hydraulik und Kühlsystemen können weitere Verbesserungen in der Energieeffizienz erreicht werden".

US-Automobilindustrie, Flugzeug- und Maschinenbau fragen modernste Produktionstechnik nach

Die US-Wirtschaft entwickelt sich seit sieben Jahren kontinuierlich nach oben, vor allem getrieben vom privaten Konsum. Die Investitionstätigkeit der US-amerikanischen Industrie hingegen ist flau. Wichtige Branchen wie der Bergbau sowie die Öl- und Gasförderung befinden sich in einer Konsolidierungsphase, so die Information von gtai, Germany Trade & Invest, wichtige Quelle für die Beobachtung der internationalen Wirtschaftsentwicklung. Die Kapazitätsauslastung ist in weiten Teilen der US-Industrie unbefriedigend. Sinkende Unternehmensgewinne und eine schwache Auslandsnachfrage drücken auf die Stimmung.

Gut geht es hingegen der Automobilindustrie. Der Absatz von PKW, SUV und anderen Leichtfahrzeugen erreicht Rekordwerte. Es sind nicht zuletzt die günstigen Benzinpreise, attraktive Finanzierungsbedingungen und moderat steigende Einkommen, die den Absatz beflügeln. Mit dem so genannten Downsizing halten neue Technologien breiten Einzug in die US-Automobil-industrie wie Turboaufladung, Benzindirekteinspritzung oder Start-Stopp-Systeme. Damit sind Investitionen vorprogrammiert, die auf der EMO Hannover 2017 bestens vorbereitet werden können.

80 Prozent der in den USA verkauften Fahrzeuge werden dort auch hergestellt. Deshalb ist in den US-amerikanischen Automobilschmieden modernste Produktionstechnik sehr gefragt. Es besteht auch großer Nachholbedarf. Deshalb haben nahezu alle Produzenten große Projekte für die Modernisierung und den Ausbau ihrer Kapazitäten angekündigt. Nach Oxford Economics wird die US-Automobilindustrie ihre Investitionen 2017 um 1,0 Prozent steigern. Technologien zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und Leichtbaukomponenten sind gefragt. Im Fokus steht die Verarbeitung von Aluminium, Kombinationen von Leichtbauwerkstoffen und Karbon. Das gilt im Übrigen auch für den Flugzeugbau, der im laufenden Jahr 5,6 Prozent mehr investieren will. Hochwertige und anspruchsvolle Produktionstechnik für diese Anwendungen zeigt die EMO Hannover 2017.

Kräftige Impulse für die Werkzeugmaschinennachfrage werden auch aus Teilen des US-Maschinenbaus erwartet. Vor allem Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Textil- und Kunststoffmaschinen sollen investieren.

 

USA und Deutschland enge Partner im Werkzeugmaschinengeschäft

Die USA importieren über 60 Prozent ihres Werkzeugmaschinenverbrauchs von rd. 7,5 Mrd. Euro im Jahr 2015. Mit einem Anteil von 16 Prozent belegen die Deutschen nach Japan Platz 2 der wichtigen Lieferanten. Aus deutscher Sicht waren die USA 2016 zweitwichtigster Exportmarkt mit einem Anteil von fast 12 Prozent. Es wurden Maschinen, Teile und Zubehör im Wert von knapp über 1 Mrd. Euro geliefert. Das entsprach einem Zuwachs von 11 Prozent. Gefragt waren vor allem Teile und Zubehör, Bearbeitungszentren, Biegemaschinen, Laseranlagen und Schleifmaschinen.

„Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist sehr gut verankert in den amerikanischen Großunternehmen des Automobilbaus, der Zulieferer, der Luftfahrindustrie und des Maschinenbaus“, erläutert VDW-Experte Schäfer. „Wir möchten jedoch auch die vielen mittelständischen und kleineren Anwender von Werkzeugmaschinen ermuntern, sich auf der EMO Hannover zu informieren, was die Welt der Metallbearbeitung sonst noch zu bieten hat.“

„Auch für US-amerikanische Hersteller von Produktionstechnik gilt es, internationale Märkte stärker in den Fokus zu nehmen“, fährt der VDW-Geschäftsführer fort. Dass sie international wettbewerbsfähig sind, zeige ihre Weltmarktposition. Mit einem Volumen von fast 5 Mrd. Euro und einem Anteil von über 7 Prozent gehören sie zu den Top 10 der wichtigsten Hersteller weltweit. Sie exportieren rd. 43 Prozent ihrer Produktion. Zuletzt im Jahr 2015 waren die Ausfuhren lt. VDW-Weltstatistik um ein Zehntel gewachsen.

Die Lieferungen nach Deutschland sind 2016 zweistellig gesunken. Deutschland steht auf Platz 6 der wichtigsten Märkte für die US-Ausrüster. Die USA sind Nummer 8 der wichtigsten Lieferanten für die deutsche Industrie. 2016 wurden Maschinen für rd. 120 Mio. Euro aus den USA nach Deutschland eingeführt, vorrangig Teile und Zubehör. US-Hersteller sind demnach gut beraten, die EMO Hannover 2017 zu nutzen, um sich im Weltmarkt als kompetente Anbieter zu positionieren.

 

Bildquelle: VDW

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