Schaut man in die Anfangszeit des AS-Interface zurück, wurden die meisten Sensoren noch mit einer separaten Leitung mit der Steuerung verbunden. Das ergab bei mittelgroßen Anlagen schon mal mehrere hundert Kabel. Diese mussten über breite Kabeltrassen verlegt, beschriftet, auf Klemmen verdrahtet und an die SPS angeschlossen werden. Hatte sich ein Fehler eingeschlichen, konnte es Stunden oder Tage dauern, bis dieser lokalisiert und behoben worden war.
Mit der Entwicklung von AS-i war Schluss damit. Anstelle vieler einzelner Leitungen werden die Sensorsignale nun elektronisch übertragen. Somit können die Signale als „Datenbits“ über die AS-i Leitung huschen. Das geschieht in nur 5/1000 Sekunden pro 248 Signale, also etwa 2000 mal schneller als der Weltrekord im 100-Meterlauf (9,58 s).


Als weiterer Pluspunkt ist zu erwähnen, dass über die im Bild dargestellte 2-adrige Flachleitung neben den Datenbits auch die komplette Versorgungsspannung für die Sensorik läuft. Einfacher kann man Sensoren und Aktuatoren nicht verdrahten, oder?
Bild: Detailzeichnung 3D Classicline Flachkabel-Kontaktierung

In der nächsten Folge geht es um die Leitungslängen bei AS-Interface.