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CECIMOs Internationale Additive Manufacturing Konferenz lockte viele EMO-Besucher an

September 2017
27
Autor: Torsten Bell
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
CECIMOs Internationale Additive Manufacturing Konferenz lockte viele EMO-Besucher an

Hannover, 21. September 2017. CECIMO veranstaltete am 21. September 2017 die Internationale Additive Manufacturing Konferenz in Hannover auf der EMO, der weltweit führenden Fachmesse für Metallverarbeitung. Auf der Konferenz gaben sich Top-Referenten aus der Industrie die Klinke in die Hand. Die gut besuchte Veranstaltung bestätigt das große Interesse der Produktions-Verantwortlichen an den Technologien zur additiven Fertigung.

Rund 130 Teilnehmern präsentierte die Konferenz hochrangige Experten von weltweit führenden Herstellern von Additiv-Maschinen, international renommierten Anbietern von CAD/CAM-Software, etablierten Forschungszentren und laufenden europäischen Initiativen. Die Diskussionen wurden moderiert von Christian-Friedrich Lindemann, Geschäftsführer des Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn, mit dem Ziel, additive Fertigungsprozesse in bestehende Serienproduktionen zu integrieren.

Herausforderungen und Lösungen für die Einführung von Additiv-Technologien im industriellen Kontext standen im Mittelpunkt der Debatte.

Güngör Kara, Leiter Global Application und Consulting bei EOS, betonte wie wichtig es ist, erfahrene Ingenieure in den Unternehmen im Hinblick auf die Umsetzung der additiven Fertigung weiterzubilden. Er unterstrich auch das Potenzial von Industrie 4.0 bei der Integration von Additiv-Technologien in komplexe Lieferketten innerhalb eines globalen digitalen Produktionsnetzwerks, in dem die aus Materialeigenschaften, Prozessen und Bauteilentwürfen resultierenden Beschränkungen in den Hintergrund treten.

Marc Saunders, Leiter des Global Solutions Centers bei Renishaw, lenkte die Aufmerksamkeit auf neue Anwendungen in der Unterhaltungselektronik, bei denen additiv gefertigte Komponenten das Wärme-Management von Produkten erheblich verbessern können. Er unterstrich die Relevanz der Messtechnik als Schlüssel für die Industrialisierung der additiven Fertigung.

Daniel Lichtenstein, Leiter Marktentwicklung Additive Manufacturing bei TRUMPF, wies darauf hin, dass die Technologie als komplementär zur traditionellen Fertigung verstanden werden sollte. Ferner sei sie nicht isoliert zu betrachten, sondern in die bestehenden Produktionsumgebungen der Unternehmen einzubetten. Er betonte ihre Relevanz nicht nur für große Industrieunternehmen, sondern gerade auch für kleine und mittelständische Betriebe (KMU).

Steve Youngs, Leiter Entwicklung bei Vero Software, konzentrierte sich auf die Herausforderungen für CAM-Software in einer hybriden Fertigung, bei der additive und subtraktive Operationen in einer einzigen Maschine vereint sind. Da die Prozesskomplexität zunimmt, sollten innovative CAM-Lösungen in der Lage sein, auf einfache Weise die richtige Bedienung sicherzustellen, indem sie einen gemeinsamen Workflow und eine solide computergestützte Simulation bereitstellen.

Weitere Highlights kamen von José Antonio Dieste, Leiter der Abteilung Mechatronik bei AITIIP, der das KRAKEN Projekt vorstellte, ein EU-finanziertes Vorhaben mit dem Ziel, eine neue hybride Multimaterialmaschine zu entwickeln, die in der Lage ist, bis zu 20 m lange Teile mit hoher Genauigkeit und Qualität herzustellen, sowie von Coen De Graaf, Projektleiter von Vanguard, der abschließend die von ihm vertretene Initiative illustrierte.

Quelle des englischen Originaltextes: CECIMO. Bild der Podiumsdiskussion: Torsten Bell
(v.l.n.r.: José Antonio Dieste, Daniel Lichtenstein, Marc Saunders, Güngör Kara)


Über CECIMO:
CECIMO vertritt als Europäische Vereinigung die gemeinsamen Interessen der Werkzeugmaschinenindustrie, weltweit und auf EU-Ebene. Wir repräsentieren 15 nationale Verbände von Werkzeugmaschinenherstellern, die rund 1300 Industrieunternehmen in Europa (EU + EFTA + Türkei) umfassen, von denen über 80 Prozent KMU sind. CECIMO vertritt 98 Prozent der gesamten Werkzeugmaschinenproduktion in Europa und rund 36 Prozent weltweit. 2016 erwirtschaftete diese Industrie mit rund 150.000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 24 Milliarden Euro. Etwa 75 Prozent der von CECIMO vertretenen Produktion geht ins Ausland, während rund die Hälfte davon nach außerhalb Europas exportiert wird. CECIMO nimmt eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der strategischen Ausrichtung der europäischen Werkzeugmaschinenindustrie ein und fördert die Entwicklung der Branche in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft.

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