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Das Potenzial des Lasers ist noch lange nicht ausgeschöpft

Januar 2018
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Autor: Laser Technik Journal
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
Das Potenzial des Lasers ist noch lange nicht ausgeschöpft

30 Jahre ist das schon her! 1988 war ich beim Maschinenbauer TRUMPF für die Konstruktion der CO2-Laser verantwortlich. Wir haben die kompakten TruFlow-Laser in unsere Werkzeugmaschinen integriert und damit Bleche geschnitten. Damals waren wir der Meinung, dass höchstens 50% der möglichen Anwendungen des Werkzeugs Laser erkannt seien - weit gefehlt. In enger Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten und Industrie gelingt es, dem Laserstrahl immer wieder neue Eigenschaften zu entlocken. Und so dringt der Laser unaufhaltsam in weitere Anwendungsgebiete vor.

Heute hat der Festkörperlaser den CO2-Laser in der Blechbearbeitung weitestgehend verdrängt. Er erweist sich als robuste, einfach handhabbare Strahlquelle. Insbesondere der Dioden-Direktlaser hat einen hohen Wirkungsgrad und bringt uns einer energieeffizienten, „grünen Produktion“ ein Stück weit näher. Diesem Ziel wirkt der Trend entgegen, Laser mit immer höheren Leistungen einzusetzen. Aber brauchen wir wirklich immer mehr Laserleistung? Meiner Meinung nach nicht unbedingt! Wir müssen die Anwendungsprozesse besser verstehen. So ist es uns bei TRUMPF gelungen, mit gleicher Laserleistung 100% schneller zu schneiden und dabei 70% weniger Schneidgas zu benötigen. Das „Highspeed Eco“ genannte Verfahren ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie viel Potential noch in vielen Anwendungen des Lasers steckt.

Auch „mein“ CO2-Laser erlebt gerade einen zweiten Frühling. Er ist eine der Schlüsselkomponenten bei EUV-Lithografieanlagen, mit denen die Elektronikindustrie Wafer für immer leistungsfähigere Chips belichtet. Dazu müssen pro Sekunde 50.000 Zinntröpfchen je zweimal Mal von CO2-Laserpulsen getroffen werden – unvorstellbar!

Faszination löst derzeit der 3D-Druck in Metall aus. Auch hier ist der Laser das Werkzeug der Wahl – ob beim Generieren im Pulverbett (Laser Metal Fusion) oder aus der Düse (Laser Metal Deposition): Laser sind in Zeiten von Industrie 4.0 und sinkenden Losgrößen die idealen Werkzeuge.

Wie die Fertigungswelt in 30 Jahren aussehen wird? Fest steht, Laser werden weiter an Bedeutung gewinnen. In San Francisco findet derzeit die Photonics West statt, eine Konferenz und Messe für Zukunftstrends rund um Photonik und das Werkzeug Licht. Dort tauschen sich Experten über die Trends von morgen aus und zeigen auf, wohin die Reise geht. Wer sich hier informiert, kann zumindest erahnen, wie die Zukunft aussehen könnte. Ich wünsche der Branche, dass es viel Neues zu berichten gibt.

 

Für weitere Informationen zur Januar Ausgabe des Laser Technik Journals klicken Sie hier.

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