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Sicherheit beim Betrieb additiver Fertigungsverfahren

Mai 2018
25
Autor: Torsten Bell
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
Sicherheit beim Betrieb additiver Fertigungsverfahren

Bislang mussten Betreiber additiver Fertigungsanlagen individuelle Lösungen finden, um den sicheren Betrieb von Anlagen zum Additive Manufacturing (AM-Anlagen) zu ermöglichen. Ob die getroffenen Maßnahmen hinreichend und konform mit allen relevanten Gesetzen und Vorschriften waren, konnte kaum jemand beurteilen. Für den sicheren Betrieb von AM-Anlagen, die Metallpulver mit dem Laser-Strahlschmelzen verarbeiten (SLM-Verfahren), steht mit der VDI 3405 Blatt 6.1 nun eine Hilfestellung zur Verfügung.

Die VDI 3405 Blatt 6.1 beschreibt ein einheitliches Vorgehen, um die Anwendersicherheit beim Betrieb von AM-Anlagen, die Metallpulver mit dem SLM-Verfahren verarbeiten, zu gewährleisten.

Die Relevanz und Anwendbarkeit bestehender Vorschriften benachbarter Technologiefelder wie dem Schweißen, der Pulvermetallurgie und der Nanopartikel wird im Einzelfall bewertet. Es werden relevante technische Regeln, Vorschriften und Gesetze zusammengestellt und Empfehlungen gegeben, wie diese bei den unterschiedlichen Schritten des SLM-Verfahrens praktisch umgesetzt werden können. Die Richtlinie wendet sich vorrangig an Betreiber von SLM-Anlagen und an Personen oder Unternehmen, die die Beschaffung und den Betrieb einer entsprechenden Anlage mit Metallpulver planen. Sie wendet sich auch an Organisationen, die Betreiber dieser Anlagen bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen beraten, an Lieferanten von Anlagen und von Ausrüstung zum sicheren Betrieb sowie an Logistikdienstleister für die Handhabung von Gefahrgut. Die Richtlinie gilt für SLM-Anlagen mit CE-Kennzeichen, die für den sicheren Betrieb gekapselt sind. Betreiber von SLM-Anlagen sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und zu dokumentieren. Dazu bietet die Richtlinie die entsprechende Unterstützung.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3405 Blatt 6.1 „Additive Fertigungsverfahren – Anwendersicherheit beim Betrieb der Fertigungsanlagen – Laser-Strahlschmelzen von Metallpulvern“ ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL). Die Richtlinie ist im Juni 2018 als Entwurf erschienen und kann zum Preis von 72,60 Euro beim Beuth Verlag bezogen werden. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen besteht in der Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (gpl@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 30.11.2018. VDI-Richtlinien können auch in öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Bildquelle: VDMA

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