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Roboter – Wenn Fiktion laufen lernt

Juli 2016
13
Autor: Theodora Laser
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
Roboter – Wenn Fiktion laufen lernt

Die Forschung im Bereich humanoide Robotik ist bemerkenswert. Heute gibt es bereits Roboter die in der Hotellerie oder der Altenpflege eingesetzt werden und andere, die sogar Fußball spielen können. Das Einsatzspektrum für die technischen Helfer ist riesig. Sobald die Technik ausgereift ist können sie künftig schwierige, gefährliche oder sich ständig wiederholende Aufgaben übernehmen. Doch wie weit ist die Technik bereits? Sind intelligente Roboter, wie wir sie aus den Science-Fiction Geschichten kennen wirklich noch so weit entfernt? In seinem Vortrag „Robotics and Artificial Intelligence“ im Rahmen des Festaktes zum 125 jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, erklärt Prof. Tamim Asfour, Leiter des Instituts für Anthropomatik und Robotik vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), welche Dinge der Roboter von heute bereits kann und was er noch lernen muss.

Roboter sind seit langem ein beliebter Stoff für Science-Fiction Autoren. Dabei werden verschiedene Szenarien entworfen, wie sich die Welt durch die Technisierung entwickeln könnte. Mal geht es gut, wie im Film „Der 200 Jahre Mann“, „A.I.“ oder den Serien „Star Trek“ bzw. „Ghost in the Shell“, dann werden eher pessimistische Visionen wie bei der „Terminator“-Reihe oder „I Robot“ gezeichnet. Die Fiktion ist jedoch nicht nur unterhaltsam, sie wird neben der Biologie auch zur Inspirationsquelle der Wissenschaft. „Ich sage meinen Doktoranten immer: Statt euch zu überlegen, was man mit Robotern macht, seht euch Hollywood-Filme oder Science-Fiction-Filme an. Da gibt es verdammt gute Beispiele wie Technologie zur Veränderung der Lebensqualität des Menschen beitragen kann.“, erklärt Asfour. Seine Motivation ist hierbei vor allem Maschinen zu entwickeln, die Menschen entlasten.  

Wie lernen Roboter?

Nach dem menschlichen Vorbild, sollen Roboter aus der Interaktion von Menschen, durch Mimik, Gestik und Sprache, eigenständig lernen. In der nun dritten Generation sind die von Prof. Asfour und seinem Team entwickelten Roboter in der Lage visuelle Informationen und Kraftinformationen zu kombinieren. Das bedeutet, der Roboter erkennt einen Gegenstand und kann die angemessene Kraft aufbringen um die Bewegung korrekt auszuführen. Diese Roboter können Türen öffnen, oder Gegenstände erkennen, greifen, hoch heben und sicher wieder abstellen. „Die nächste Generation unserer Roboter sind zweibeinige humanoide Robote. Dieser hat 63 Bewegungsfreiheitsgrade, über 240 Sensoren, 76 Mikrocontroller, 76 Kilogramm, inklusive Batterie 170 Kilogramm. Er wurde am KIT entwickelt.“ Die genutzte Technologie lässt sich auf verschiedene Bereiche anwenden. So wäre ein Roboter-Anzug möglich, der den Menschen aktiv unterstützt.

Einsatzspektrum

Bereits heute gibt es Roboter, in der Pflege, im Hotelgewerbe oder dem häuslichen Umfeld. Sie könnten aber auch in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen. Je nach verarbeitetem Material wären diese Maschinen unabhängig von Temperatur oder Umgebung einsetzbar. Ideale Ersthelfer bei Waldbränden, Erdbeben oder Unterwasserkatastrophen. In der Produktion könnten Roboter vor allem gefährliche Aufgaben übernehmen. Hierfür wären auch Roboter-Anzüge denkbar, die durch Sensoren die Körperbelastung des Menschen analysieren, ihn unterstützen und vor Unfällen warnen. Ein solches Beispiel existiert bereits. Der „ProGlove“ des Startup-Unternehmens Workaround ist ein internetfähiger Sensorhandschuh. Sollte der Arbeiter beispielsweise zum falschen Werkzeug greifen, warnt ihn der intelligente Handschuh durch Leuchten, Warntöne und Vibration. Zudem kann er die Bauteile scannen und das eingearbeitete Display zeigt an wenn die Aufgabe erledigt ist.

Bis ein vollständig entwickelter humanoider Roboter, im Hollywood-Stil Realität wird, ist es noch ein langer Weg. Doch das es bereits heute Roboter gibt, die sich balancieren, laufen und Türen öffnen können ist bemerkenswert. Die aktuelle Stufe gleicht dem eines Kleinkindes, das etwas erkennt und daraus lernen kann. So wird die Fiktion von humanoiden Robotern schrittweise Wirklichkeit.

Wie stehen Sie zu diesem Thema? In unserem Projekt MENSCHEN/ MASCHINEN/ MÄRKTE - Die Werkzeugmaschinen-Welt 2041 werden verschiedene Thesen zu diesem und weiteren Themen diskutiert. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

 

Bildquelle: Fotolia/ julien tromeur

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